Die Markgrafschaft Österreich existierte von 976 als Teil des Herrschaftsgebietes des Babenberger Geschlechts bis zur Erhebung Österreichs zum Herzogtum im Jahr 1156.
Erhebung zur Markgrafschaft
Im Jahr 976 wurde der Babenberger Leopold mit der Mark Österreich belehnt. Bereits im Jahr 996 wurde der Name Österreich als Ostarrichi bezeichnet. Im späteren Verlauf wurde daraus die heute gebräuchliche Sprech- und Schreibweise. Die Markgrafschaft selbst wurde als zunächst östlicher Teil Bayerns mit dem Begriff marcha orientalis bezeichnet. Dies bedeutet soviel wie östliche Mark.
Das Gebiet umfasste zunächst nicht mehr als 100 km Breite. Leopold erhielt die Belehnung mit der Mark wohl als Belohnung für die Unterstützung des Kaisers Otto II. bei dem bayrischen Aufstand aus dem Jahr 976.
Herkunft und Bedeutung des Namens Österreich
Der Name Österreich bedeutet in seiner Ursprungsform eigentlich das Land im Osten, der lateinische Name Austria bedeutet ebenfalls östlicher Landesteil.
Die Residenz der Babenberger in der Markgrafschaft
Zunächst befand sich die gräfliche Residenz in Pöchlarn und dann in Melk.
Ausbau der Besitztümer
Heinrich II. Übergab dem Babenberger Markgrafen Heinrich I. Im November des Jahres 1002 die Ländereien zwischen Triesting und Liesing. Das Gebiet wurde später als Wienerwald ein Begriff.
Geschickte Heiratspolitik
Die Macht bauten die Babenberger unter Leopold III. aus, indem dieser in das Kaiserhaus einheiratete und dadurch einen politischen und gesellschaftlichen Einfluss stärkte und vergrößerte.
Der Babenberger Jasomirgott
Der spätere Herzog Jasomirgott war zunächst Markgraf Österreichs und wurde dann durch Erhebung der Markgrafschaft zum Herzogtum auch zum Herzog und steigerte damit die Bedeutung. Zunächst war die Markgrafschaft Österreich ein Teil des Herzogtums Bayern.